Zeitgemäße Füllung kariöser Zähne

Schon kleinste Kinder lernen: Karies verursacht Schäden am Zahn, die leider nicht reversibel sind. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, einmal entstandene Karies wirkungsvoll zu stoppen und die entstandenen Löcher schonend und ästhetisch anspruchsvoll zu füllen.



Die harte Zahnsubstanz besteht im Bereich der Zahnkrone (dem im Mund sichtbaren Teil des Zahnes) aus zwei Schichten: dem Zahnschmelz und dem darunter liegenden Zahnbein (Dentin).

Wenn Karies diese Zahnsubstanz angreift, entstehen zunächst weiße und später braune Flecken im Zahnschmelz („Initialkaries“). Schreitet die Karies weiter fort, wird daraus ein spürbares Loch.

Über den geschädigten Bereich der Zahnsubstanz hinaus kann sich die bakterielle Kariesinfektion weiter ausbreiten: Bakterien gelangen durch die im Zahnbein (Dentin) vorhandenen feinen Kanälchen in das Innere des Zahnes (das Zahnmark mit den enthaltenen Nervenfasern) – dadurch könnte eine Wurzelentzündung entstehen, die den gesamten Zahn gefährdet.



Diese Schädigung wird ausgebohrt und mit einem geeigneten Füllmaterial wieder ausgefüllt. Fachsprachlich bezeichnet man die durch Karies entstandene Schädigung im Zahn als „Kavität“ und nach dem Ausbohren und Aufbereiten als „Präparation“.

Füllungen ersetzen somit die fehlende Zahnsubstanz und fungieren als schützende Barriere zwischen der Mundhöhle mit ihren vielen Bakterien und dem gesunden, normalerweise bakterienfreien Zahnmark.

Darüber hinaus sorgen Füllungen dafür, dass keine „Schmutznische“ auf der Zahnoberfläche bestehen bleibt und eine noch bessere Angriffsfläche für Karies bieten würde.

Je nach Größe und Lage der geschädigten Zahnsubstanz kommen zum anschließenden Auffüllen des „Loches“ unterschiedliche Versorgungsformen in Frage: Plastische Füllungen, die direkt in den Zahn eingefüllt werden, Inlays (Einlagefüllungen) oder Onlays. Wenn bereits große Teile der natürlichen Zahnkrone verloren gegangen sind, ist es meist notwendig, den Zahn mit einer künstlichen Zahnkrone bzw. Teilkrone zu versehen.

Unabhängig von diesen Formen gibt es verschiedene Materialien zur Reparatur von Zähnen, die sich in ihren funktionalen Eigenschaften, in Qualität, Optik und Aufwand unterscheiden. Die gängigsten sind Kompomere, Komposite, Gold und Keramik. Welche Füllung zur Instandsetzung Ihres Zahnes am besten geeignet ist und Ihren Vorstellungen entspricht, klären wir gemeinsam in unserer Praxis. Zahnfarbene Füllungen stellen außerdem das ästhetische Gesamtbild des Zahnes wieder her, das durch die bräunlichen Kariesstellen beeinträchtig ist.

Bei den halbjährlichen Routineuntersuchungen wird daher unter anderem geprüft, ob ältere Füllungen noch dicht sind und ihre schützende Funktion ausüben können. Erfüllen sie diese nicht mehr, kann erneut Karies entstehen (so genannte „Sekundärkaries“) oder Bakterien in das Zahnmark eindringen und es entzünden (zum Beispiel unterhalb der Füllung oder am Rand). Um dem vorzubeugen, sollten sie ausgetauscht werden.

Zur langfristigen Vorbeugung gegen erneuten Kariesbefall und für die Haltbarkeit tragen bestimmte Qualitätskriterien von Füllungen bei: Dazu gehören eine gute Formanpassung und der möglichst übergangslose Abschluss mit der Zahnsubstanz sowie die richtige Verzahnung des gefüllten Zahnes mit seinem Gegenzahn. Nicht zu vergessen ist allerdings auch die gute Mundhygiene des Patienten, welche mindestens zweimal täglich dreiminütiges Zähneputzen und einmal täglich eine gründliche Reinigung der Räume zwischen den Zähnen, auch Interdentalräume genannt, mit Interdentalbürstchen und Zahnseide umfasst.

Anschrift
Dr. med. dent. H.-D. Steinkopf
Facharzt für Oralchirurgie
Eisenbahnstr. 37a
77815 Bühl
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