Einheilungsphase

Wundheilung:
Bei implantologischen Versorgungen wird unterschieden zwischen der Wundheilung (primär und sekundär) und der knöchernen Einheilung der Implantate (Osseointegration). Die primäre Wundheilung, d. h. die mit Naht verschlossene Schleimhautwunde, ist 7-10 Tage nach der Implantation bzw. nach einem chirurgischen Eingriff soweit vorangeschritten, dass die Nähte entfernt werden können. Eine sekundäre Wundheilung, also das freie Zugranulieren einer Wunde ohne Naht, dauert erheblich länger und wird in der Implantologie weitgehend vermieden.

Knochenheilung (Osseointegration):
Unter Knochenheilung versteht man das Heranwachsen des Knochens an die meist raue Implantatoberfläche. Je inniger der Knochen-Implantatkontakt ist, desto besser ist der Halt der Implantate im Knochen. In dieser Phase sollten die Implantate nicht belastet werden. Die Einheilzeit von Implantaten kann sehr unterschiedlich sein und ist noch nicht genau bestimmt. Aus der über 30-jährigen Erfahrung mit Implantaten wird ein Zeitraum von 3-4 Monaten als Einheilphase empfohlen. Heute gibt es aber Techniken, die auch mit wesentlich kürzeren Einheilzeiten zu erfolgreichen und stabilen Langzeitergebnissen führen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es sogar möglich, Implantate sofort nach der Implantation mit Zahnersatz zu versorgen. Allerdings müssen eine Vielzahl von günstiger Voraussetzungen (Knochenqualität und Angebot uvm.) bestehen, die mitunter erst während der Implantatsetzung genau beurteilt werden können. So kann es vorkommen, dass eine ursprünglich geplante Sofortversorgung mit Zahnersatz nach der Implantatsetzung aufgrund der doch nicht so guten Knochenqualität aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden kann. In so einem Fall wird man einen provisorischen Zahnersatz für die Dauer der Einheilung verwenden.

Implantatsetzung
Die Implantatsetzung erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung. Man ist wie bei einer "normalen" zahnärztlichen Behandlung wach und ansprechbar. Der Eingriff selbst ist in der Intensität, für Sie als Patient, mit der Entfernung eines Zahnes vergleichbar. Schleimhäute und Knochen werden so wenig wie möglich verletzt, damit dieses Gewebe aktiv an das Implantat heranwachsen kann. Das zahnärztliche Implantat erhält seine anfängliche Stabilität durch die Gewindegänge (ähnlich einer Holzschraube). Ein noch größerer Halt wird dadurch erreicht, dass vitale Knochenzellen direkt in die speziell vergrößerte (angeraute) Implantatoberflächenstruktur einwachsen und ein möglichst inniger Kontakt zwischen Implantat und Knochen entsteht. Das setzt natürlich lebende Knochenzellen voraus. Deshalb wird so schonend wie möglich gearbeitet, und das Operationstrauma (z.B. Überhitzung) so minimal gehalten wie es nur geht.

Einheilungsphase nach Implantation

Nach einer Implantation ist mit allgemeinen Beschwerden zu rechnen. Dazu zählen der Wundschmerz, der medikamentös gut behandelt werden kann, und eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Schwellung. Die Schwellung kann durch Kühlung günstig beeinflusst werden. Wie nach jeder Operation sollten Sie auch nach einer Implantation körperliche Anstrengungen vermeiden. Im Einzelfall kann es auch zur Ausbildung eines Blutergusses kommen, der in der Regel nach ca. einer Woche verschwindet. Nach ca. 7-10 Tagen werden die Nähte entfernt. Bis zur Versorgung der Implantate wird ein provisorischer Zahnersatz eingegliedert, der die Implantate nicht belastet und eine ruhige Einheilung ermöglicht. Die Ästhetik und Funktion dieses provisorischen Zahnersatzes ist häufig eingeschränkt. Neben verminderter Kauleistung kann es im Einzelfall auch zu einer veränderten Aussprache kommen, die sich aber nach Eingliederung des definitiven Zahnersatzes wieder normalisiert.

Anschrift
Dr. med. dent. H.-D. Steinkopf
Facharzt für Oralchirurgie
Eisenbahnstr. 37a
77815 Bühl
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